Im Regen

Wenn die vielen Regentropfen im Wettlauf um die Zeit, mit Wind und Geschwindigkeit, das Gläsern herunterfliessen – als würden sie ihr Dasein ganz hingeben, als würden sie den Fluss als einziges geniessen.

Nie an einem Ort und gleich überall, verschmolzen und kühl, miteinander vereint, das Ganze zum Rinnsal, zum Fluss, zum Meer – ein Ozean an Möglichkeiten.

Wohin werden sie mich leiten?

Verschwommene Lichter, hindurch durch alles Glas. Keine Klarheit, was kommen mag,
und von Tröpfchen, zu Flüssen zu Strömen entlang
– nur um zu wissen, dass ich will, was ich kann.

20200803

Gedanke

Aus dem Traum erwacht
gehe ich mit
der Träne im Gesicht
zurück.

Aus den Trümmern erhoben,
wie aus tiefem Schlaf,
laufe ich mit
tiefer Sehnsucht im Blick.

Aus Gedanken gerissen,
die mich zu dir doch führten,
plötzliche Klarheit über das Sein,
werde ich diese Reinheit hüten.

19012020