Schatten

Aus Gefahren wurden Schatten deiner Vergangenheit. Die Dummheiten liessen dich wachsen, die Eitelkeiten verdorben dir gute Freundschaften. Du standest immer gegen dich selbst. Euer Kampf war gnadenlos und zu guter letzt ergibst du dich deiner. Was sollt es auch bringen, wenn du dich immer weiter zerstörst. Und plötzlich sitzt du da, im Licht und gegenseitigem Angesicht deiner Existenz – die Frage ist, wie weit du dich selbst noch erkennst. Wenn du das Stückchen wieder findest, das dein ganzes Glück begründet; nur dieser Funke vom Morgen, dann findest du auch die Lösung von Kummer und Sorgen. Den Schlüssel trägst du allein; du wirfst lange Schatten und rätselst um das ewige Sein. Doch kein Shakespeare und auch kein Godot, kein Wissen und Warten macht dich wieder froh. Nur die Antwort, der Schlüssel, dein wahres Ich – tritt ihm von Angesicht zu Angesicht gegenüber und bekämpf die elendig trüben Lider, die dich von gradzu aus anblicken und dich in Ungewissheit schicken. Bleib bei dir und finde dich, lass nichts anderes zu, denn das, was wirklich zählt, bist Du.